Der Kiewer Wohnungsmietmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Nach den jüngsten massiven Bombenangriffen auf die Hauptstadt haben sich die Prioritäten der Mieter drastisch in Richtung Sicherheit verschoben. Die Schlüsselfaktoren für die Mietpreise – die Nähe zum Stadtzentrum und zu U-Bahn-Stationen – haben an Bedeutung verloren. Die Nachfrage verlagert sich zunehmend auf Wohnungen in niedrigeren Stockwerken, abgelegenen Wohngegenden und Vororten.
Sinkende Preise in „Risikozonen“ und neue Wohnungsbauanforderungen
Wohnungsbesitzer in Gegenden, die häufig in PPO-Berichten auftauchen, sind gezwungen, beispiellose finanzielle Zugeständnisse zu machen. Doch selbst eine Halbierung der Miete garantiert keine schnelle Mietersuche.
Andriy Romanov, Leiter der Immobilienagentur „KyivDomService“, gibt ein anschauliches Beispiel:
Eine Dreizimmerwohnung mit einer Fläche von 130 m² in einem neuen, prestigeträchtigen Wohnkomplex an der Lukjanivka-Straße wurde vermietet für $2500 pro Monat. Später wurde der Preis gesenkt auf 1800–2000 USDUnd heute findet der Eigentümer selbst für nur wenige Monate keine Mieter. $1000 pro Monat (der Rückgang beträgt 60 %).
Was Mieter zu vermeiden versuchen:
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Gefährliche Orte: Die größte Abwanderung von Einwohnern und ein Rückgang der Nachfrage sind in den Gebieten Luk'yanivka, Darnytsia und Svyatoschyn zu verzeichnen.
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Nachbarschaft mit potenziellen Zielen: Selbst in völlig unbeschädigten Gebäuden weigern sich die Leute, Wohnungen zu mieten, wenn die Fenster auf Industriegebiete, große Lagerhallen, Logistikterminals, Postzentren, Blockheizkraftwerke oder Tankstellen blicken.
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Hohe Stockwerke: Wohnungen ab dem vierten oder fünften Stock werden von Mietern praktisch ignoriert. Am häufigsten wird derzeit nach Wohnungen im ersten, zweiten oder dritten Stock gesucht, von wo aus man im Gefahrenfall schnellstmöglich den nächsten Schutzraum erreichen kann.
Wohin verlagert sich die Nachfrage: in die Vororte statt ins Stadtzentrum?
Ein erheblicher Teil der Kiewer Bevölkerung entscheidet sich für den Umzug in die Außenbezirke. Infolgedessen haben die Mietpreise für Wohnungen in einigen Gebäuden in Sofiivska und Petropavlivska Borshchahivka bereits die Kosten für Wohnungen im Zentrum von Kiew erreicht oder sogar überstiegen.
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Beliebte Umzugsziele: Richtung Obukhiv, Sofiivska und Petropavlivska Borshchahivka, Irpin und Bucha.
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Lage in Wyschnewe: Nach dem massiven Beschuss, bei dem 280 Wohngebäude (253 Einfamilienhäuser und 27 Mehrfamilienhäuser) beschädigt wurden, setzte auch hier eine vorübergehende Abwanderung von Mietern ein. Die Eigentümer der beschädigten Wohnungen schaffen derzeit zusätzliche Mietnachfrage in sichereren Siedlungen in der Region Kiew. Die Regierung plant, mehr als 3 Milliarden Hrywnja für die Wiederherstellung des beschädigten Wohnungsbestands und der Infrastruktur von Wyschnewe bereitzustellen.
Aktionsplan: Was tun, wenn Ihr Haus durch Beschuss beschädigt wird?
Für Bürger, deren Häuser durch Raketenangriffe oder herabfallende UAV-Trümmer beschädigt wurden, empfehlen Anwälte und Regierungsbeamte die Einhaltung einer klaren Abfolge von Maßnahmen:
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Den Schaden beheben: Unmittelbar nach Ende des Alarms fertigen Sie detaillierte Fotos und Videos aller Schäden (Fenster, Wände, Gebäude) an. Benachrichtigen Sie Vertreter des Katastrophenschutzes oder der Polizei, um einen offiziellen Bericht über die durch die Kampfhandlungen verursachten Zerstörungen erstellen zu lassen.
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Einreichen eines Entschädigungsantrags: Reichen Sie Ihre Bewerbung über die mobile Anwendung „Diya“ im Abschnitt ein. "elektronische Wiederherstellung" Oder wenden Sie sich persönlich an das nächstgelegene Verwaltungsdienstleistungszentrum (ASC). Dadurch erhalten Sie gezielte Fördermittel für Reparaturen, falls die Wohnung instandgesetzt werden muss.
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Erhalt eines Wohnzertifikats: Wenn die Sachverständigenkommission feststellt, dass das Haus vollständig zerstört und für eine Restaurierung ungeeignet ist, haben Sie das Recht, eine staatliche Wohnungsbaubescheinigung zu beantragen, um neue Immobilien auf dem Primär- oder Sekundärmarkt zu erwerben.
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vorübergehende Unterkunft finden: Wenn Sie dringend eine Unterkunft benötigen, wenden Sie sich an die örtliche Militärverwaltung (RDA/OSA), um eine Umsiedlung aus Reservefonds zu erwirken, oder nutzen Sie die staatliche Freiwilligenplattform. "Unterschlupf" um eine kostenlose vorübergehende Unterkunft zu finden.

