Die Stadtverwaltung von Kiew hat gemeinsam mit Vertretern der Bezirksverwaltungen die wichtigsten sozialpolitischen Prioritäten für das Jahr 2026 festgelegt. Der Schwerpunkt liegt darauf, die Hilfeleistungen für alle Menschen unabhängig von ihrem Wohnort so zugänglich und verständlich wie möglich zu gestalten.

Über das informiert Stellvertretende Leiterin der staatlichen Verwaltung der Stadt Kiew für die Ausübung lokaler Selbstverwaltungsbefugnisse, Marina Honda.
Am aussagekräftigsten ist das Ausmaß des Unterstützungsbedarfs. In Kiew leben rund drei Millionen Menschen, und nahezu jeder zweite Einwohner benötigt irgendeine Form von Sozialhilfe. Darunter befinden sich über 700.000 Rentner, 160.000 Menschen mit Behinderungen, über 400.000 Binnenvertriebene und über 100.000 Veteranen.
Die Stadtverwaltung betont: Das System darf nicht in „Bezirk“ und „Stadt“ unterteilt werden. Es soll als einheitlicher Mechanismus ohne Lücken funktionieren – sodass jeder Bürger an jeder Anlaufstelle die benötigte Hilfe ohne bürokratische Hürden in Anspruch nehmen kann. Kann ein Bezirk keine Hilfe leisten, soll ein anderer diese umgehend leisten.
Besonderes Augenmerk wird auf den Schutz der Kinderrechte gelegt. Die Stadt plant, familiäre Erziehungsformen auszubauen: Pflegefamilien, familienähnliche Waisenhäuser und kleine Wohngruppen sollen entstehen. Dieser Ansatz soll institutionelle Einrichtungen schrittweise ersetzen.
Zu den Prioritäten gehört auch der Ausbau des Angebots an sozialen Dienstleistungen, insbesondere in bisher unterentwickelten Gebieten. Die Erfahrungen der letzten Jahre, insbesondere die Heizperioden unter Kriegsbedingungen, haben den Bedarf an einem flexibleren und schneller reagierenden System aufgezeigt.
Die Stadtverwaltung von Kiew räumt ein, dass es heutzutage oft schwierig ist, die richtige Anlaufstelle für Hilfe zu finden. Daher ist es eine der Hauptaufgaben, ein klares System sozialer Dienstleistungen zu schaffen, damit niemand mit seinen Problemen allein gelassen wird.


