Die Kosten einer Fahrt mit der Kiewer Metro könnten deutlich niedriger sein als von den Stadtbehörden angegeben. Aktivisten behaupten, die Zahlen in den Dokumenten seien übertrieben. Diese Berechnungen werden bereits als Argument für eine mögliche Fahrpreiserhöhung herangezogen.
Dies erklärte Oleksandr Grechko, Mitbegründer der NGO „Passagiere von Kiew“, in der Sendung Den.LIVE.
„Überhöhte“ Zahlen auf dem Papier
Zuvor hatte die Abteilung für Verkehrsinfrastruktur der Kiewer Stadtverwaltung betont, dass die realen Kosten für die Beförderung eines Fahrgastes in der Kiewer Metro im Jahr 2026 fast 64,53 Hrywnja erreichen würden, während sie im Bodenverkehr fast 37,55 Hrywnja betragen würden.
Laut Oleksandr Grechko liegt das Problem jedoch in der Zählmethodik selbst.
„Diese Zahl, die gerade bekannt gegeben wurde, ist aufgrund von Papierdaten überhöhte Kosten; dort wird beispielsweise die Abschreibung doppelt berechnet“, erklärte Grechko.
Diese Zahlen existieren zwar formal in Dokumenten, spiegeln aber nicht die tatsächlichen Kosten wider. Deshalb erscheint der Endbetrag viel höher. Aktivisten führten eine unabhängige Analyse durch und stellten fest, dass die Behörden die Zahlen absichtlich übertreiben, um die bevorstehende Preiserhöhung zu rechtfertigen.
Tatsächliche Reisekosten
Oleksandr Grechko betont, dass die tatsächlichen Kosten für die Beförderung eines Fahrgastes mit der Metro 26 Hrywnja und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Kyivpastrans 21 Hrywnja betragen. Diese Zahlen kämen den tatsächlichen Kosten näher und könnten als Richtwerte dienen.
Grechko erklärte, dass solche Indikatoren vor jeder Fahrpreiserhöhung berücksichtigt werden müssten, da die Folgen sonst spürbar sein könnten und die Fahrgäste sich weigern würden, öffentliche Verkehrsmittel überhaupt zu nutzen.
Zuvor News.LIVE gesagtWarum die Stadtverwaltung von Kiew die Fahrpreise für die U-Bahn erhöhen will: Laut Berechnungen der Behörden soll eine Fahrt im Jahr 2026 64,53 Hrywnja kosten. Derzeit zahlen die Einwohner Kiews 8 Hrywnja für die U-Bahn-Fahrt, was einer Verachtfachung des Preises entspricht.
Novini.LIVE berichtete außerdem, dass die höchsten Kosten pro Fahrt derzeit in Lwiw und Charkiw anfallen. In diesen Städten zahlen Fahrgäste 25 Hrywnja für eine Fahrt. In Odessa kostet eine Fahrt 20 Hrywnja.
Die niedrigsten Preise für Minibusfahrten in Saporischschja, Luzk, Riwne, Chmelnyzkyj und Kiew liegen zwischen 15 und 18 Griwna.
Angesichts der Erfahrung in der Analyse wirtschaftlicher Indikatoren (Lebensmittelpreise, Kraftstoffpreise) und der Beobachtung städtischer Ereignisse ist diese Nachricht über die „Metro für 64 UAH“ ein wichtiger Fall zur Überprüfung der Transparenz städtischer Ausgaben.
Zahlenvergleich: Kiewer Stadtverwaltung vs. öffentliche Experten
Die Hauptargumente der Parteien:
Die Position der Behörden (Stadtverwaltung Kiew):
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Sie betonen die steigenden Kosten für Strom, Ersatzteile und Arbeitskräfte.
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Diese Zahlen dienen als Rechtfertigung dafür, dass der städtische Haushalt die enorme Differenz deckt (Reisekosten subventioniert).
Position der Aktivisten (Olexander Grechko):
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„Papierkosten“: Es wird behauptet, dass die Zahlen aufgrund methodischer Manipulationen (z. B. doppelte Abschreibung) künstlich aufgebläht seien.
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Risiko der Passagierabwanderung: Eine Erhöhung des Fahrpreises auf ein Niveau nahe 64 UAH würde den öffentlichen Nahverkehr teurer machen als ein Taxi oder ein privates Auto, was zum Zusammenbruch des Systems führen würde.
Sind die Einwohner Kiews bereit, den tatsächlichen Preis für Reisen zu zahlen, und wie hoch sollte dieser Preis eigentlich sein?

