Die Nationalbank prognostiziert eine baldige Senkung der Kraftstoffpreise im Einzelhandel. Hauptvoraussetzung hierfür ist ein günstiges externes Umfeld. Die aktuellen Zahlen deuten jedoch auf einen erheblichen Inflationsdruck infolge des vorangegangenen Preisanstiegs hin.
Statistik der Preissteigerungen (März 2026 bis März 2025):
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Diesel: +36 % (gegenüber 12,2 % im Dezember);
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Benzin A-95: +23 % (gegenüber 6,2 % im Dezember);
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Flüssiggas: +15,2 % (gegenüber 3,3 % im Dezember).
Warum ist Diesel teurer geworden? Zusätzlich zum Krieg im Nahen Osten wurde der Preis durch niedrige Sojabohnenbestände in der Europäischen Union und die saisonale Nachfrage ukrainischer Landwirte während der Aussaatzeit beeinflusst.
Warum wird ein Rückgang erwartet?
Die NBU stellt fest, dass die Großhandelspreise für Diesel und Benzin im April allmählich zu sinken begannen. Da der Einzelhandelsmarkt mit einer gewissen Verzögerung auf die Großhandelspreise reagiert (der Preisschock wird also nur allmählich übertragen), bildet dies eine Grundlage für eine Preisanpassung an den Tankstellen im Mai.
Auswirkungen auf die Gesamtinflation und die Geldbeutel der Ukrainer
Laut dem staatlichen Statistikdienst beschleunigte sich die jährliche Inflation im April auf 8,6%Der Anstieg der Kraftstoffpreise hat eine "Kettenreaktion" ausgelöst:
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Transport: Die Transportkosten stiegen um 4,7%und Reisen mit dem Straßenverkehr - auf 6,5%.
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Lebensmittel: Aufgrund logistischer Kosten sind die Lebensmittelpreise gestiegen um 1,9% pro Monat.
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Wachstumsführer: Getreideverarbeitungsprodukte (+16,7%), Zucker, Öl und Brot.
Weitere Druckfaktoren:
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Energie: Kapazitätsengpässe aufgrund von Beschuss zwingen Unternehmen zum Einsatz von Generatoren (was die Nachfrage nach Treibstoff erhöht).
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Wechselkurs: Die Stärkung des Dollars auf den Weltmärkten setzt die Hrywnja unter Druck.
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Gehälter: Das höher als erwartet ausgefallene Wachstum der Haushaltseinkommen heizt auch die Verbraucherinflation an.
Kontext: Das Antimonopolkomitee der Ukraine (AMCU) hat die Tankstellenketten bereits aufgefordert, von ungerechtfertigter Preistreiberei abzusehen und umgehend auf den Rückgang der Kosten für Erdölprodukte auf dem Weltmarkt zu reagieren.

