In Kiew wird eine Ausstellung mit Goldschätzen aus der Kosakenzeit eröffnet.

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Am 1. Mai wurde im Schatzhaus des Nationalen Historischen Museums der Ukraine (auf dem Gelände der Lawra) die Ausstellung „Das kostbare Erbe der Kosakenukraine“ eröffnet. Die Ausstellung präsentiert 27 Originalwerke ukrainischer Goldschmiedekunst aus dem 17. und 18. Jahrhundert – jener Zeit, in der die Blütezeit des Kosakenstaates das einzigartige Phänomen des ukrainischen Barock hervorbrachte.

Dies ist ein weiterer Meilenstein für die Kulturlandschaft Kiews und ergänzt das Thema des ukrainischen Barock und der nationalen Identität perfekt. Die Ausstellung „Das kostbare Erbe der Kosakenukraine“ in der Schatzkammer bietet die seltene Gelegenheit, nicht nur Gold, sondern auch die Geschichte in ihren Namen lebendig werden zu sehen.

Das kostbare Erbe der Kosakenukraine

Geschichte in Beiträgen: vom Hetman zum einfachen Kosaken

Diese Objekte sind nicht bloß Museumsexponate, sondern Erinnerungsstücke. Es handelt sich um Schenkungen an Tempel von Angehörigen verschiedener Gesellschaftsschichten jener Zeit. Einige der Namen der Stifter sind nur dank der Inschriften auf diesen kostbaren Goldschmiedearbeiten überliefert.

Die Ausstellung stellt konkrete Persönlichkeiten vor:

  • Hetman Ivan Mazepa;

  • Koshov-Ataman Pavel Kozeletsky;

  • Vertreter des Generalstabs, Oberste und Geistliche;

  • Ein einfacher Kosak der Reshetylivka-Hunderte, Pavlo Shkurupiy und Kiewer Bürger.

Anhand dieser Artefakte kann man nicht nur die Kunstfertigkeit der Goldschmiede bewundern, sondern auch die soziale und administrative Struktur der Saporoger Armee (Hetmanat) besser verstehen.

Das Phänomen des ukrainischen Barock

Jedes Exponat ist ein Meisterwerk, das die Vorherrschaft des Barockstils in der Ukraine widerspiegelt. Damals übernahmen Goldschmiede die Techniken von Malern und Grafikern und schufen so prachtvolle Werke, die Kirchen und Bücher schmückten. Symbolträchtig ist, dass die Ausstellung selbst in einem Barockgebäude stattfindet, das von dem herausragenden ukrainischen Meister Stepan Kownir in den Jahren 1744–1746 errichtet wurde.

Informationen für Besucher

  • Eröffnung: 1. Mai (Freitag) um 16:30 Uhr.

  • Ort: Schatzkammer des Nationalen Museums für Geschichte der Ukraine (Lavrska/Mazepy-Straße 21, Gebäude 12, Gelände des Kiewer Höhlenklosters).

  • Ticketpreis: 200 UAH (regulär), 100 UAH (für Schüler, Studenten und Rentner).