Mit dem Einsetzen der warmen Jahreszeit nehmen in Kiew die speziellen Polizeistreifen – berittene, Motorrad- und Fahrradstaffeln – ihren Dienst wieder auf. Sie werden in Parks, auf Plätzen, an Uferpromenaden, in Erholungsgebieten und in den zentralen Straßen der Hauptstadt im Einsatz sein.
Die Kiewer Patrouillenpolizei meldete die Wiederaufnahme der Patrouillen.

Berittene Patrouillen werden traditionell in Gebieten eingesetzt, die für Autos schwer zugänglich sind. Dank ihrer hervorragenden Geländegängigkeit können sie sich schnell durch Park- und Waldgebiete bewegen, rasch auf Anfragen von Bürgern reagieren oder Straftaten in Erholungsgebieten verhindern.

Motorrad- und Fahrradstreifen spielen eine besondere Rolle. Die Polizei weist darauf hin, dass diese Einsatzkräfte oft als Erste am Unfallort mit Verletzten eintreffen, da sie die Verkehrsstaus in der Stadt schnell überwinden können.

Solche Patrouillen sind auch in der Lage, schnell Erste Hilfe zu leisten, bevor ein Rettungsteam eintrifft.
Die Patrouillenpolizei betont, dass das Auftreten von Spezialeinheiten in der warmen Jahreszeit darauf abzielt, das Sicherheitsniveau an Orten mit großer Bevölkerungsdichte in Kiew zu erhöhen und eine schnelle Reaktion auf Notfälle im städtischen Umfeld zu gewährleisten.
Jede dieser drei Patrouillenarten hat ihre eigene, klar definierte, "chirurgische" Aufgabe im Sicherheitsökosystem der Hauptstadt.
Pferdestreife: Dorthin, wo Autos nicht hinfahren
Pferdekutschen dienen nicht der Schönheit oder dem Tourismus, sondern sind ein ernstzunehmendes taktisches Einsatzmittel. Sie patrouillieren in Waldparkgebieten, großen Parks (wie dem Holosiivskyi-Nationalpark, dem Muromez-Nationalpark oder dem Hydropark) und auf Inseln.
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Hohe Geländegängigkeit: Das Pferd überwindet mühelos Sand, Baumstümpfe, Schluchten und steile Hänge, an denen jedes SUV oder ATV stecken bleiben würde.
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360°-Ansicht: Im Sattel hat ein Polizist eine deutlich bessere Übersicht. Er kann ein Verbrechen, eine Schlägerei oder Rauch schon von Weitem erkennen, selbst durch Büsche und hohes Gras hindurch.
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Psychologischer Faktor: Das Erscheinen eines Motorradfahrers hat in der Regel eine ernüchternde Wirkung auf lärmende Unternehmen oder potenzielle Gesetzesbrecher.
Fahrradstreife: Mobilität in der Menge
Fahrradteams sind die wichtigsten Hüter des Friedens in Fußgängerzonen, auf der Truchaniv-Insel, am Obolonskaya-Ufer und auf zentralen Plätzen.
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Reaktionsgeschwindigkeit in Fußgängerzonen: Mit einem Fahrrad kann ein Polizist einen Räuber schnell einholen oder einen Konflikt in einer engen Parkgasse lösen, ohne Passanten zu gefährden, anders als mit einem Auto oder Motorrad.
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Umweltfreundlichkeit und Stille: Die Patrouille bewegt sich lautlos, was es ihr ermöglicht, Straftäter (zum Beispiel beim Alkoholkonsum oder beim Entzünden von Feuern an verbotenen Orten) überraschend zu entdecken.
Motorradstreife: Erste Hilfe im Stau
Motorradteams sind die „schnelle Eingreiftruppe“ auf öffentlichen Straßen und an wichtigen Verkehrsknotenpunkten.
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Im Stau stehen: Wenn Kiew von kilometerlangen Staus blockiert ist, kann es sehr lange dauern, bis ein Streifenwagen zu einem Einsatzort kommt. Ein Motorrad hingegen manövriert sich zwischen den Fahrbahnmarkierungen hindurch und ist in wenigen Minuten vor Ort.
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Goldene Stunde (Erste Hilfe): Motorradstreifenbeamte absolvieren eine intensive Ausbildung in taktischer Medizin. Da sie als Erste an einem Verkehrsunfall eintreffen (oft noch vor dem Krankenwagen), haben sie Zeit, lebensbedrohliche Blutungen zu stoppen oder lebensrettende Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen.
Die Durchführung solcher Patrouillen zu Beginn der Hitze ist nicht nur eine Änderung des Formats, sondern eine deutliche Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen an Orten, an denen die reguläre Polizei in ihren Toyota Prius einfach machtlos ist.

